
Gebhardt / Bonk / Bartl: Keine Kriminalisierung des Protests gegen Naziaufmarsch in Dresden! Kritik an Durchsuchung
Der innenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE und Landesvorsitzende der LINKEN Sachsen, Rico Gebhardt, erklärt zur heutigen Durchsuchung und Beschlagnahme von Material zum 13. Februar:
Im Zuge des Durchsuchungsbeschlusses eines Dresdner Amtsrichters gegen das Büro eines breiten Bündnisses, das aus Parteien, Gewerkschaften und Vereinen besteht, sind die Räumlichkeiten der LINKEN Sachsen betroffen, in denen sich dieses Büro befindet. Wir stellen zwar fest, dass sich die Durchsuchung nicht direkt gegen die DIE LINKE gerichtet hat und dass kein originäres Material der LINKEN beschlagnahmt wurde. Ungeachtet dessen ist aus unserer Sicht die Aktion der Staatsanwaltschaft dennoch unannehmbar:
Der von zahlreichen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens unterzeichnete Aufruf des Bündnisses „Dresden Nazifrei“ ist eine legitime und berechtigte Meinungsäußerung angesichts des Missbrauchs des 13. Februars in Dresden durch den europaweit größten Naziaufmarsch.
Die Dresdner Abgeordnete der LINKEN, Julia Bonk, kommentiert die Durchsuchung:
Es ist politisch nicht hinnehmbar, dass ein breites demokratisches Spektrum mit polizeilichen Mitteln kriminalisiert wird, weil es dazu aufruft, sich einem Naziaufmarsch entgegen zu stellen. Soll es in Dresden weiter hingenommen werden, dass der europaweit größte Neonaziaufmarsch ungehindert durch die Stadt ziehen kann? Es gehört zur Meinungsfreiheit, deutlich aufrufen zu können - was nicht bedeutet, dass der Aufruf zu einer Straftat gemeint ist, sondern dass im Rahmen einer angemeldeten Kundgebung gegen den Naziaufmarsch demonstriert werden soll. Daraus juristische Schritte abzuleiten, ist eine Brüskierung des zivilgesellschaftlichen Engagements.
Der rechtspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Klaus Bartl, fügt hinzu:
Der Durchsuchungsbeschluss bezeichnet die Aufforderung, einem Naziaufmarsch, den er selbst einen solchen nennt, entgegenzutreten, als „grobe Störung des Aufzugs“, die strafrechtlich verfolgt werden müsse. Das Bundesverfassungsgericht hat erst in seiner Entscheidung vom 4.11.2009 festgestellt, dass Naziaufmärsche aus der Entstehungsgeschichte des Grundgesetzes heraus sehr wohl versammlungsrechtlich verboten werden können. Geschieht dies nicht, ist es definitiv vom Grundrecht auf freie Meinungsäußerung gedeckt, dazu aufzurufen, einem solchen Aufmarsch friedlich entgegenzutreten.
Kontakt:
Marcel Braumann
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden
Tel.: (0351) 493 5823
Fax: (0351) 496 0384
Handy: 0171 / 89 83 985
Mail: Marcel.Braumann@slt.sachsen.de
Die Personaldebatte beenden und wieder zur Sacharbeit zurückkehren
Zu den Debatten um den Bundesgeschäftsführer und Wahlkampfleiter Dietmar Bartsch erklären die Landesvorsitzenden der LINKEN Steffen Bockhahn (M-V), Knut Korschewsky (Thüringen), Matthias Höhn (Sachsen-Anhalt), Rico Gebhardt (Sachsen), Klaus Lederer (Berlin) und Thomas Nord (Brandenburg):
Das erfolgreichste Jahr in der Geschichte unserer Partei liegt hinter uns. Wir haben bei Kommunal-, Landtags-, Europa- und Bundestagswahlen viele Erfolg errungen. Das ist unser aller gemeinsamer Verdienst. Bundesgeschäftsführer und Wahlkampfleiter Dietmar Bartsch hat an diesen Erfolgen einen erheblichen Anteil.
Wir kennen und schätzen ihn seit vielen Jahren als Genossen der engagiert nach Innen und Außen erfolgreich für den Aufbau der Partei in den neuen und in den alten Ländern streitet. Als Bundesgeschäftsführer ist und bleibt Dietmar Bartsch für viele Mitglieder unserer Partei eine wichtige Integrationsfigur.
Wir appellieren daher an die Mitglieder und vor allem Funktionsträgerinnen und -träger unserer Partei, die von einigen seit mehreren Wochen geführte Personaldebatte, in der immer stärker die Grenzen des Anstands überschritten werden, nicht weiter anzuheizen und sich wieder auf die für DIE LINKE notwendige Sacharbeit zu konzentrieren.
Luxemburg-Liebknecht-Ehrung 2010

- 10. Januar 2010, 9.00 bis 13.00 Uhr, Berlin-Friedrichsfelde
Euch allen ein friedliches Weihnachtsfest und ein gesundes und gutes Neues Jahr

Allen GenossInnen möchten wir auf diesem Wege recht herzlich für die geleistete Arbeit in 2009 danken und unsere Anerkennung aussprechen. Auch wenn im Wahljahr nicht alle unsere Vorstellungen Wirklichkeit geworden sind, so ist doch festzustellen, dass das Erreichte ohne den Einsatz der GenossInnen und SympathisantInnen nicht möglich gewesen wäre.
Euch allen die besten Wünsche für die bevorstehenden Feiertage und ein Gutes Jahr 2010!
Infobrief Dezember 2009 - DIE LINKE
Liebe Kollegin, lieber Kollege,
vorliegender Infobrief beschäftigt sich mit den unsozialen Vorhaben der neuen Bundesregierung und ihrem Umgang mit der Finanz- und Wirtschaftskrise.
Die Finanztransaktionssteuer wäre ein kleiner Schritt, um die Finanzmärkte zu stabilisieren und Spekulation einzudämmen. Unter https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petiti on=8236 kann eine unter anderem vom DGB unterstützte Petition unterschrieben werden. Viel Spaß beim Lesen!
Umverteilungspolitik der Bundesregierung
Den geplanten Steuergeschenken an Unternehmen und Besserverdienende hat die Bundesregierung den wohlklingenden Namen Wachstumsbeschleunigungsgesetz verliehen. Die dadurch entstehenden Belastungen für Länder und Kommunen sind derart hoch, dass sogar Ministerpräsidenten der Union ihre Kanzlerin kritisieren. Claus Matecki, DGB-Bundesvorstand, zum Wachstumsbeschleunigungsgesetz: www.dgb.de/presse/pressemeldungen/pmdb/pressemeldung_single
Gesine Lötzsch, Fraktion DIE LINKE, zum Wachstumsbeschleunigungsgesetz: www.linksfraktion.de/pressemitteilung.php
Schutzschirm für Beschäftigte in der Wirtschaftskrise
Die IG Metall hat ihre Forderungen zur Krisenbewältigung erneuert. Der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Werner Dreibus, fordert ein Rettungspaket für Krisen-Arbeitslose. IG Metall Forderungen zur Krise: www.igmetall.de/cps/rde/xchg/SID-0A456501-D7505124/internet/style.xsl /view_2567.htm Jörg Hofmann, IG Metall Baden-Württemberg, zu Arbeitszeitverkürzung und Kurzarbeit: www.bw.igm.de/wir/presse/meldung.html Werner Dreibus, stellv. Fraktionsvorsitzender, zum Rettungsschirm für Krise-Arbeitslose: http://www.linksfraktion.de/pressemitteilung.php?artikel=1293176923
Petition für Finanztransaktionssteuer
37 Organisationen unterstützen die Petition an den deutschen Bundestag für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Bis zum 03. Dezember müssen 50.000 Mitzeichnerinnen und Mitzeichner geworben werden, um eine öffentliche Anhörung des Bundestages zu dem Thema zu erreichen. Zur Homepage des Bündnisses: www.steuer-gegen-armut.org Petition hier unterschreiben: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petiti on=8236 Uwe Foullong, ver.di Bundesvorstand, zur Instabilität der Finanzmärkte: https://presse.verdi.de/pressemitteilungen/showNews?id=03f6dfa4-db2f-11de-5f a9-0019b9e321e1
Streichung von Arbeitsplätzen bei Opel
Die Bundesregierung hatte GM mit ihrer Bürgschaft ohne Gegenleistungen wieder auf die Beine geholfen. Garantien für den Erhalt von Arbeitsplätzen und Standorten gab es für die öffentlichen Gelder nicht. Laut GM-Sanierungsplan sollen nun in Deutschland rund 4900 Jobs abgebaut werden. Zusätzlich sollen sich Beschäftigte und Regierungen an der Sanierung beteiligen. Ulla Lötzer, Fraktion DIE LINKE, zu Opel: www.linksfraktion.de/pressemitteilung.php IG Metall zu Opel: www.igmetall.de/cps/rde/xchg/SID-0A456501-60149721/internet/style.xsl /view_2658.htm
Altersteilzeit
Die LINKE hat - gerade angesichts der steigenden Arbeitslosigkeit in der Wirtschaftskrise - erneut einen Antrag zur Beibehaltung der Förderung der Altersteilzeit in den Bundestag eingebracht. Klaus Ernst, stellv. Fraktionsvorsitzender DIE LINKE, zur Förderung der Altersteilzeit: www.linksfraktion.de/pressemitteilung.php Sabine Zimmermann, Fraktion DIE LINKE, zu Arbeitslosigkeit junger Menschen: www.linksfraktion.de/pressemitteilung.php Ladenschluss Das Bundesverfassungsgericht hat die Ladenöffnung an den vier Adventssonntagen im Land Berlin auf Antrag der evangelischen und der katholischen Kirche als verfassungswidrig bezeichnet. Margret Mönig-Raane, stellv. ver.di-Vorsitzende, zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts: presse.verdi.de/pressemitteilungen/showNews d-0019b9e321cd
Bildungsstreik
Seit Wochen demonstrieren Schülerinnen und Schüler und Studierende für bessere Bildung und zeigen ihren Protest durch Besetzungen der Hochschulen. Am 10. Dezember wollen sie das Treffen der Kultusministerkonferenz in Bonn blockieren. GEW zum Bildungsstreik: www.gew.de/GEW_und_GOeD_unterstuetzen_europaweite_Bildungsproteste.ht ml Homepage des Bildungsstreik-Bündnis: www.bildungsstreik.net LINKE.SDS zum Bildungsstreik: www.linke-sds.org/news/uebersicht/ Nicole Gohlke, Fraktion DIE LINKE, zum Bildungsstreik: http://www.youtube.com/watch?v=_AGQaJZ76ro
Termine und Publikationen:
Beschlüsse des Bundestreffens der Bundesarbeitsgemeinschaft Betrieb & Gewerkschaft Ende Oktober in Berlin: http://www.betriebundgewerkschaft.de/
Aktuelle Ausgabe der KLAR, Zeitung der Fraktion DIE LINKE: www.linksfraktion.de/publikationen_klar.php Das Magazin Clara der Fraktion DIE LINKE erscheint am 07. Dezember und kann hier bestellt werden: www.linksfraktion.de/bestellformular.php
Mit solidarischen Grüßen, Werner Dreibus, Ralf Krämer, Ulla Lötzer, Heidi Kloor, Harald Werner
Aktionen zum Bundeswehr-Mandat / Afghanistankrieg

Informationsstand der Partei DIE LINKE. Chemnitz am Donnerstag, 26. November 2009, 15.00 - 18.00 Uhr, auf dem Gehweg Straße der Nationen 2-4 (ehem. Hauptpost)
Wir möchten nochmals zur Einmischung in die Bundestags-Debatte zur Verlängerung des Afghanistaneinsatzes der Bundeswehr ermuntern. Stand der Dinge: Die Bundesregierung hat am 18.November die Vorlage(n) beschlossen. Entscheiden muss der Bundestag. Noch ist die Bundeswehr eine "Parlamentsarmee". Und da melden wir uns nochmal zu Wort! Die erste Lesung im Bundestag erfolgt am 26. November, die Abstimmung entweder in der Sitzungswoche vom 30.11. - 4.12. oder in einer Sondersitzung in der ansonsten sitzungsfreien Folgewoche. Das bisherige Mandat endet am 13. Dezember. Nach der Beschlussvorlage der Bundesregierung soll die Truppenobergrenze in Afghanistan (ISAF-Mandat) zunächst bei 4.500 bleiben. Eine Aufstockung steht dann wahrscheinlich nach der Internationalen Afghanistankonferenz an, die voraussichtlich Ende Januar 2010 in London stattfinden wird. Das AWACS-Mandat zur Überwachung des afghanischen Flugverkehrs, das die alte Bundesregierung den Bundestagsabgeordneten als lebensnotwendig zusätzlich abgepresst hatte, fällt ersatzlos weg. Die NATO bekam keine Überflugrechte von Aserbeidschan und Turkmenistan. Das OEF-Mandat (darin der Anti-Piraten-Einsatz der Marine am Horn von Afrika) wird um 100 auf die Obergrenze von 700 abgespeckt, der Einsatz vor der Küste Libanons (UNIFIL-Mandat) auf noch 6 Monate begrenzt. Gezielt gegen das Afghanistan-Mandat wenden sich viele Gruppen der Friedensbewegung mit Veranstaltungen und Aktionen zu Wort. Wir können nochmals deutlich machen, wie umstritten der Kriegseinsatz in Afghanistan ist und die Gründe für unsere Ablehnung verdeutlichen. Diesmal sollte es auch im Bundestag mehr Nein-Voten von Abgeordneten geben - aus allen Fraktionen. Insbesondere in der Zeit zwischen dem 20. und 28. November werden in vielen Städten auch alternative Abstimmungsaktionen durchgeführt, mit der Frage "Sind Sie für die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan" (Ja/Nein).
269 haben mit Nein und 6 mit Ja in Chemnitz abgestimmt.
Ermuntert werden sollte auch zu persönlichen Briefen an die Bundestagsabgeordneten des eigenen Wahlkreises und zu LeserInnen- Briefen in dieser Sache an Zeitungen und Sender.
DIE LINKE. Chemnitz Rosenplatz 4
09126 Chemnitz Tel.: 0371-56 19 060
Fax: 0371-56 19 0617
Brief des Parteivorstandes an die Mitgliedschaft
Anlage 1 zum Beschluss 2009-93 vom 17. Oktober 2009
Liebe Genossinnen und Genossen!
Im Mai 2010 tritt unser 2. Bundesparteitag erstmalig zusammen. Die meisten der 2007 beim Zusammenschluss von Linkspartei.PDS und WASG vereinbarten Übergangsregelungen laufen dann aus. Zeit, Bilanz zu ziehen und über die künftige politische und strukturelle Entwicklung unserer Partei nachzudenken. Dazu laden wir alle Mitglieder ein. Wir Vorstandsmitglieder möchten diese Diskussion anstoßen, wollen dafür jedoch keine "Vorgaben" formulieren. Sehr wohl aber möchten wir selbst in Basisgruppen und Zusammenschlüssen mitdiskutieren und uns mit Verantwortlichen aller Ebenen beraten.
Am Ende eines Jahres, das für DIE LINKE tatsächlich zum "Superwahljahr" wurde, verfügen wir über gute Ausgangsbedingungen für die weitere Arbeit. Wir sind deutlich gestärkt im Bundestag, konnten auch im Europaparlament die Anzahl unserer Mandate erhöhen, sitzen in 12 Landtagen mit eigenen Fraktionen und konnten bei mehreren Kommunalwahlen starke Positionen im Osten verteidigen und im Westen Fuß fassen. Die Partei hat einen beständigen Zustrom neuer Mitglieder.
DIE LINKE hat die Politik verändert. Unsere "Programmatischen Eckpunkte" waren und sind dabei ein guter Kompass. Zugleich wird an einem neuen Parteiprogramm gearbeitet, dessen Entwurf in der Partei diskutiert werden soll und das wir auf einem Programmparteitag im ersten Halbjahr 2011 verabschieden sollten. DIE LINKE vertritt auf den Straßen und in den Volksvertretungen oft Positionen von Bevölkerungsmehrheiten, die bei Abstimmungen im Bundestag und in anderen Parlamenten noch keine Mehrheiten finden. Das ist besonders in der gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanzkrise so, in der DIE LINKE, die Gewerkschaften und zahlreiche Initiativen fordern, dass deren Verursacher und nicht die Mehrheit des Volkes die Zeche zahlen. Realität ist leider, dass hierzulande nach wie vor mehrheitlich Parteien gewählt werden, die Arbeitsplätze unsicher machen und vernichten, die Gesundheit, Bildung oder die Teilhabe an Kunst und Kultur vom Geldbeutel abhängig machen, die Renten kürzen und Soldaten ins Ausland schicken. Wie wir die Regierung von Union und FDP zu einer sozial gerechten, demokratischen und friedlichen Politik zwingen wollen, steht in unserem Programm zur Bundestagswahl 2009. Wir halten überdies fest an unserem strategischen Ziel, gesellschaftliche Kräfteverhältnisse zu ändern. Aus diesen Gründen bleiben wir an der Frage dran, wie sich unsere Partei und was sich in unserer Partei verändern muss.
Was ist das Besondere unserer Partei, was unterscheidet sie von anderen? Wie stellen wir uns den Platz und die Funktion der Partei DIE LINKE in Politik und Gesellschaft vor?
Die Genossinnen und Genossen der LINKEN verbinden ganz unterschiedliche Vorstellungen mit ihrer Parteimitgliedschaft. Sie haben mannigfaltige Lebenserfahrungen, kommen aus verschiedenen politischen Zusammenhängen, haben unterschiedliche Politik- und Parteiverständnisse und auch differierende Vorstellungen zur Lösung offener Fragen, von denen einige in den "Eckpunkten" aufgeführt sind. Darüber tauschen wir uns aus, darüber streiten wir, was dem Parteileben gut tut. Wichtig ist, dass unser Denken und Tun stets auf die Gesellschaft gerichtet sind. Vielleicht brauchen wir künftig neben den Basis- und Ortsgruppen und den Zusammenschlüssen auch andere Formen des Engagements in der Partei – mehr zeitweilige Projekte, die Nutzung neuer Medien und Ähnliches, was wir hier und da in Wahlkämpfen erfolgreich gemacht haben. In Europa und darüber hinaus wird unser Weg von linken Parteien und Bewegungen aufmerksam verfolgt. Wir sind Mitglied der Partei der Europäischen Linken, was viele von uns im Alltag jedoch kaum erleben.
Welche politische Kultur wollen und welche politische Bildung brauchen wir in der Partei? Was macht eine Mitgliedschaft und was macht das Parteileben attraktiv und anziehend?
DIE LINKE hat ihre Aktions- und Kampagnenfähigkeit oft unter Beweis gestellt. Meist stehen mehr Themen, Fragen und Probleme auf der politischen Tagesordnung, als wir in Angriff nehmen können. Die politische Praxis erfordert gemeinsame geistige Grundlagen, Qualifizierung und Bildungsarbeit sind angesagt! Viele von uns engagieren sich in Gewerkschaften, in Bewegungen, Vereinen und Initiativen. Nur wenn sich viele auf diese Weise einbringen, sind wir in der Partei stets auf dem Laufenden darüber, was die Menschen im Land bewegt, was "die Leute" umtreibt. Wir müssen die innerparteiliche Qualifizierung und vor allem unsere politische Bildungsarbeit entwickeln und so die Argumentationsfähigkeit verbessern. Was alle wissen müssen, um die Gesellschaft zu verstehen und zu verändern, darum geht es und auch um die Organisationsformen und die Methoden der Bildungsarbeit.
Welche Kampagnen soll unsere Partei in den nächsten zwei, drei Jahren mit der Kraft aller Mitglieder führen? Was unterscheidet unser Agieren als politische Partei von dem gesellschaftlicher Bewegungen? Wie sehen wir das Verhältnis von Partei und Bewegung?
Unsere Partei hat kräftig an Mitgliedern hinzugewonnen, zirka 70.000 waren es zur Zeit unseres Gründungsparteitages, rund 76.000 am Ende des Jahres 2008. Wir wollen weiter zulegen, denn steigende Mitgliederzahlen sind ein Signal von Stärke, Aufschwung und politischer Offensive. Manche Genossinnen und Genossen haben Schwierigkeiten mit dem Verständnis, dass eine Mitgliedschaft mit Pflichten verbunden ist. Die finanziellen Grundlagen für unsere Arbeit müssen wir uns über Beiträge, Spenden und Wahlerfolge selbst schaffen, denn als einzige Bundestagspartei hängen wir nicht am Tropf von Banken, Versicherungen und Konzernen. Hier und da sind die Parteistrukturen angesichts des rasanten Mitgliederzuwachses überfordert. Mitunter wollen sich Mitglieder, Sympathisantinnen und Sympathisanten aktiv ins Leben und in die Aktivitäten der Partei einbringen und finden schwer konkrete Betätigungsfelder. Das Parteileben muss den Interessen von Frauen besser entsprechen, die und deren Strukturen größeren Einfluss gewinnen müssen. Wir wissen, dass die demokratischen Prozesse und Verfahren in der Partei manchmal wenig attraktiv sind. Immer wieder begegnen wir dem Widerspruch, dass innerparteiliche Demokratie sehr viel Zeit und Geduld braucht, politische Handlungsfähigkeit jedoch schnelle Entscheidungen. Unsere Kommunikation krankt in der Regel nicht am Informationsmangel, oft aber daran, dass wir zu wenig miteinander reden, uns nicht zuhören.
Was ist zu tun, damit die Mitgliedschaft als Souverän der Partei Gehör findet und Einfluss hat? Wie können wir neue Mitglieder gewinnen und sie dauerhaft in der Partei halten?
Liebe Genossinnen und Genossen!
Nach den sechzehn Wahlkämpfen dieses Jahres, die auch Ausgangspositionen für die weitere Arbeit klärten, wollen wir über die Zukunft unserer Partei sprechen. Der Parteivorstand bittet alle Mitglieder, die Zusammenkünfte in den Basis- und Ortsgruppen, in den Zusammenschlüssen und Strömungen dafür zu nutzen. Wir werden nicht jedes Thema erörtern und nicht jedes Problem lösen können. Im Kern geht es um drei Fragen: Wie können wir den politischen Einfluss der Partei weiter vergrößern? Was muss geschehen, damit die Mitglieder noch besser Einfluss auf die Politik der LINKEN nehmen können? Wie kann die Mitgliedschaft für jede und jeden noch attraktiver werden?
Überlegt, was ihr in eurer Basisgruppe oder eurem Zusammenschluss anpacken oder ändern müsst! Sagt aber auch den Kreis- und den Landesvorständen und uns im Parteivorstand, was zu tun ist, wo ihr Unterstützung braucht, was wir gemeinsam besser machen können.
Mit solidarischen Grüßen
Die Mitglieder des Parteivorstandes der Partei DIE LINKE
Berlin, Oktober 2009
Position der AG betrieb&gewerkschaft zur Rückkehr der Klinikum Chemnitz gGmbH in den KAV und TVöD – wir halten Wort

DIE LINKE Chemnitz
Position der AG betrieb&gewerkschaft zur Rückkehr der Klinikum Chemnitz gGmbH in
den KAV und TVöD – wir halten Wort
Die Situation in der Klinikum Chemnitz gGmbH bleibt aufgrund der ungleichen Bezahlung, insbesondere des nichtärztlichen Personals, angespannt. Dies verdeutlicht einmal mehr ein kürzlich geführtes Gespräch der Fraktion DIE LINKE im Stadtrat mit Beschäftigten, sowie die Gespräche eines Vertreters der AG betrieb&gewerkschaft mit der Vorsitzenden des Betriebsrates und dem zuständigen Bereichssekretär der Gewerkschaft Ver.di. Gefordert wird die umgehende Rückkehr in den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Dazu ist die Rückkehr der Klinikum Chemnitz gGmbh in den kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) erforderlich. Eine entsprechende Entscheidung des Aufsichtsrats ist überfällig.
Die im Kommunalwahlprogramm enthaltene Forderung dazu muss Grundlage für den Stadtverband und die Stadtratsfraktion der Partei DIE LINKE sein.
Die gegenwärtige Situation ist neben der unterschiedlichen Bezahlung außerdem durch die Ausdünnung des Pflege -und Funktionsdienstes geprägt. Die Folgen sind hohe soziale Belastungen (z.B. Beeinflussung des Familienlebens und der Rückgang sozialer Kontakte durch die hohe Dienstbelastung) und psychische Beschwerden (z.B. Arbeitsüberlastung, zunehmende Angst vor Fehlern und fehlende Motivation).
Mit der Rückkehr in den KAV und der mit ihr verbundenen Wiederherstellung gleicher Arbeits- und Tarifbedingungen für alle nichtärztlichen Beschäftigten, würde das Betriebsklima positiv beeinflusst. Der Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“,welcher gerade in der Partei DIE LINKE und im Besonderen in der AG betrieb&gewerkschaft politisches Handeln beeinflusst, wird umgesetzt. Die vorhandene Entsolidarisierung durch drei verschiedene Lohn- und Gehaltssysteme der nichtärztlichen Beschäftigten wird beseitigt und es kann ein einheitliches Handeln zur Durchsetzung tariflicher Forderungen und der Verbesserung sozialer Standards erreicht werden.
Von nicht unwesentlicher Bedeutung ist außerdem, dass mit der im TvöD vereinbarten Bezahlung die Attraktivität einer Ausbildung und das Interesse zur Aufnahme einer pflegerischen Tätigkeit am Klinikum wieder erhöht werden. Nicht zuletzt resultiert aus anständiger Bezahlung die Motivation des Pflegepersonals, die medizinische Versorgung der Bevölkerung als Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge in hoher Qualität zu gewährleisten.
Mit der weiteren Mobilisierung der Beschäftigten und im Besonderen ihre Gewinnung für eine Mitgliedschaft in der Gewerkschaft Ver,di können die Forderungen nachhaltig unterstützt und die Grundlagen für erfolgreiche Arbeitskampfmaßnahmen geschaffen werden.
Eine vordergründige Effizienzberechnung auf Kosten der Personalausstattung und der Bezahlung der Beschäftigten darf es aus Sicht einer linken Partei auch unter Verweis auf den (vom Gesetzgeber gewollten) Wettbewerb mit Privatkliniken nicht geben. auch eine Investition in Prestigeobjekte lehnen wir erneut ab.
Wir vergessen nicht, dass die gegenwärtige Situation am Klinikum im Kontext der „Gesundheitsreformen" der letzten Jahre zu betrachten ist. Während zur Rettung von durch haarsträubende Managementfehler in Schwierigkeit geratener Banken kurzfristig Beträge in mehrstelliger Millionenhöhe aufgebracht wurden, sollen die Probleme im Gesundheitswesen auf Kosten der Patienten bewältigt werden.
Für die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft betrieb&gewerkschaft Chemnitz, den 15.10.2009
Thomas Michaelis Torsten Steidten
Sprecher Sprecher
450 Künstler in Deutschland rufen auf: Jetzt erst recht! „Unruhe stiften“ gegen Schwarz-Gelb!
Noch sind die Koalitionsverhandlungen der neugewählten Bundesregierung nicht abgeschlossen. Aber die Konturen der Weichenstellung in Richtung eines weiteren sozialen Kahlschlages sind schon jetzt absehbar.
Gegen eine solche Politik sagen über 450 KünstlerInnen und Kulturschaffende in Deutschland entschieden NEIN! Seit Anfang Juli gibt es den bundesweiten Künstleraufruf www.unruhestiften.de. Es ist ein Aufruf gegen rechts, gegen die Abwälzung der Krisenfolgen und für die Umverteilung von oben nach unten, gegen die Kriegspolitik der Bundesregierung. Er knüpft an die bei vielen Menschen im Land vorhandene Grundstimmung an, daß für gesellschaftliche Veränderungen alles andere gebraucht wird als Ruhe.
Gegen die konkret drohende weitere Abwälzung der Krisenlasten auf die Bevölkerung heißt es in dem Aufruf: Unruhe für soziale Umverteilung und soziale Gerechtigkeit Unruhe gegen ein Deutschland der sozialen Eiszeit Ein Gesellschaftssystem, in dem Wertpapiere und Profitoptionen als systemrelevant vergötzt werden, untergräbt die Wurzeln menschlichen und kulturellen Reichtums.
Wir fordern soziale Schutzschirme für Menschen anstelle der Fortsetzung der Verarmungspraxis durch Hartz IV. Wir wehren uns gegen die einseitigen Subventionen von Banken und Unternehmen einerseits - und das "Im-Regen-stehen-Lassen" von Belegschaften und Beschäftigten andererseits.
Wir fordern, daß Reichtum von oben nach unten umverteilt wird! Wir wenden uns gegen das weitere Zerschlagen sozialer Sicherungen und Einrichtungen - und gegen Privatisierungen im Öffentlichen Dienst. An bundesweit namhaften KünstlerInnen haben den Aufruf bis jetzt Dieter Hildebrandt, Sonja Kehler, Lydie Auvray, Dietrich Kittner, Erich Schaffner, Dieter Dehm, Bernd Köhler, der Ernst-Busch-Chor Berlin, Elfriede Brüning, Die Bösen Mädchen, Rotdorn, Klaus der Geiger, Habib Bektas, die Microphone Mafia und viele andere unterstützt. Auch die Bandbreite der Genres der unterzeichnenden KünstlerInnen wird ständig vielfältiger: Schriftsteller, Rock- und Bluesbands, Liedermacher, Kunstmaler, Kulturvereinigungen, Märchenkutschen, Galeristen, Whiskeybotschafter, Journalisten, Theatergruppen, Chöre, Bücherstuben, Verlage, Silberschmiede, Fotografen, Stahlbildhauer, Atelierbesitzer, Folkgruppen, Satirezeitungen, Web-Designer, Gewerkschaftsfachgruppen, Musiker, Kunstbahnhöfe, Zauberkünstler, Tangotänzer, Schauspieler, Kabarettisten, Fachverbände für Trauerkultur...
Mit dem Projekt „Unruhe stiften“ entsteht somit ein neues breites und interessantes Netzwerk linker Kulturschaffender in Deutschland. Die KünstlerInnen, die diesen Aufruf unterstützen, stehen für linke Inhalte: Und für die Stiftung von Unruhe! Sie unterstützen in ihrem Wirkungsumfeld Bewegungen, Aktionen und Veranstaltungen zu den Inhalten des Aufrufes. Die Unterschriftensammlung geht zeitlich unbegrenzt weiter.
Die InitiatorInnen sind zuversichtlich, daß es nicht beim Aufruf bleibt. Ende August 2009 fand in Kiel bereits eine erste Kulturveranstaltung unter dem Motto „Unruhe stiften“ mit 80 Teilnehmern statt.
Ein großartiger Erfolg: DIE LINKE ist die soziale Kraft. Im Bundestag, in den Landtagen, in der Gesellschaft.

DIE LINKE ist zweistellig im neuen Bundestag vertreten. Erstmals ist das einer Partei links von der SPD nach 1945 gelungen. Wir haben den Kredit, den wir 2005 von den Wählern erhalten haben, eingelöst. Wir haben einen neuen, größeren Vertrauensvorschuss erhalten, damit wir konsequent die Themen sozialer Gerechtigkeit, Arbeit, Gesundheit, Bildung, Frieden ansprechen, auf die politische Tagesordnung setzen. Die Wählerinnen und Wähler waren der Meinung: Je stärker DIE LINKE, desto sozialer das Land.
Wir danken allen Wählerinnen und Wählern die uns ihr Vertrauen zur Landtagswahl am 30. August gegeben haben.
Mit Karl-Friedrich Zais konnten wir das Direktmandat verteidigen! Unsere anderen drei Kandidaten
Klaus Bartl, Freya-Maria Klinger und Hubert Gintschel haben sich gegen die Dominanz der CDU als die Zweitstärksten behaupten können. Mit dem erneuten Einzug von Zais, Bartl und Klinger in den Sächsichen Landtag haben wir drei Abgeordnete die Erfahrung und Jugend einbringen und sich in der neuen Wahlperiode aktiv dafür einsetzen werden, dass die Belange unserer Stadt und ihrer Bürger im Sächsichen Landtag noch stärker zum Tragen kommen.
Und nicht vergessen: Am 27. September wird der Bundestag gewählt und wir werben erneut um ihre Stimme und viele weitere Stimmen.

Aktuelles:
Bundestagsfraktion zur Tarifrunde öffentlicher Dienst
Liebe Mitglieder der AG Betrieb & Gewerkschaft, anbei schicke ich euch Unterlagen aus der...
Newsletter des Stadtverbandes DIE LINKE Chemnitz vom Januar 2010
Hiermit erhaltet ihr den neuesten Newsletter des Stadtverbandes DIE LINKE Chemnitz, der in...
"Alles was Recht ist"
"Alles was Recht ist"Podium zum neuen Sächsischen Versammlungsgesetzam 13. Januar 2010,...














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