Hans-Joachim Siegel

Jahrgang 1943
Dipl.-Landwirt


Seit 25 Jahren bin ich ununterbrochen kommunalpolitisch tätig. Seit über zehn Jahren bin ich Ortschaftsrat in Röhrsdorf. Meine Erfahrung hat sich bestätigt, wenn man die Interessen der Einwohnerinnen und Einwohner kennt und sich konsequent dafür engagiert, erhält man breite Unterstützung.
Folgende Ziele setze ich mir:
- Alle unsere Schulen sind zu erhalten. Besonderer Schwerpunkt sind dabei die Grundschulen. Im Stadtrat werde ich mich für die notwendigen Sanierungsmaßnahmen einsetzen.
- Das Kleingartenwesen ist ein wichtiger Bestandteil der Lebensqualität der Chemnitzer. Wir brauchen solche Bedingungen, dass insbesondere der soziale Aspekt in den Mittelpunkt gerückt wird.
- Alle Maßnahmen der Infrastruktur müssen auf Grund der dauerhaft sinkenden Einwohnerzahlen bei territorialer Vergrößerung (eingemeindete Ortschaften) überprüft und entsprechend neu konzipiert werden. Das betrifft vorrangig die Straßenreinigung und den Winterdienst. Die jetzige Vorgehensweise führt in wenigen Jahren zu unbezahlbaren Gebühren. Neue dezentrale und ökologisch effektivere sowie billigere Lösungen sind zu finden. Im Ortschaftsrat Röhrsdorf wird das eine große Rolle spielen.

Meine Bilanz

Aus der Arbeit der Ortschaftsräte
In Röhrsdorf gibt es für alle Probleme eine Lösung


Röhrsdorf, der Ortsteil im Nordwesten unserer Stadt, zählte am Jahresende 2008 3.135 Einwohner und kann auf eine über 800-jährige Geschichte zurück blicken. Im Ortschaftsrat arbeiten 13 Bürgerinnen und Bürger mit: Sieben von der Unabhängigen Liste, vier von der CDU und zwei von der LINKEN. Das sind Hans-Joachim Siegel und Uwe Stelzmann.
Wenn Hans-Joachim Siegel über die Röhrsdorfer erzählt, meint man zu wissen, warum ausgerechnet der Löwe das Wappen ziert. „Die Röhrsdorfer sind selbstbewusst und wissen genau, was sie wollen. Sie sind sehr engagiert und entwickeln eigene Initiativen und Ideen, das Leben im Ort vielseitig zu gestalten. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt haben, lassen sie nicht locker. In Röhrsdorf gibt es für alle Probleme eine Lösung.“ In diesem Sinne sieht der Ortschaftsrat seine Aufgabe darin, sehr sachbezogen und ohne Parteienkalkül die Geschicke des Ortes zu lenken und für die Gemeinde gute Bedingungen zu schaffen. Obwohl sich die Röhrsdorfer lange gegen eine Eingemeindung nach Chemnitz gewehrt haben, akzeptieren sie die Dinge nun so, wie sie sind und sehen sich als Partner der Stadt. So sieht auch der Ortschaftsrat seine Tätigkeit und Hans-Joachim Siegel ist nicht nur in zweiter Wahlperiode Ortschaftsrat, zugleich ist er auch Stadtrat und vertritt dort engagiert die Belange seines Ortsteiles. In der Festschrift zum 800-jährigen Jubiläum heißt es: „Über die Jahrhunderte hinweg war die Entwicklung, wenn auch oft widerspruchsvoll, immer mit Chemnitz verbunden. Röhrsdorf bleibt auch zukünftig als Chemnitzer Stadtteil eigenständig und lebendig und ist für die Stadt eine wertvolle Bereicherung.“
Dafür sprechen viele Beispiele: Röhrsdorf hat eine gut funktionierende Infrastruktur und ein reges Vereinsleben. „Die letzte Wahlperiode war ganz von der Vorbereitung der 800-Jahr-Feier 2007 und damit verbunden des 100-jährigen Jubiläums unserer Schule geprägt“, erzählt Siegel. „Uwe Stelzmann war Leiter des Organisationsstabes und des Festumzuges, ich selber war als Vorsitzender der Chronikgruppe verantwortlich für die Festschrift. Unter Teilnahme aller Vereine, allen voran der Heimatverein, der Institutionen, der Kirche, der Unternehmen – bis hin zum Chemnitz Center, das uns finanziell unter die Arme griff – und vieler Bürgerinnen und Bürger wurde die 800-Jahr-Feier ein Höhepunkt, der weit über Röhrsdorf  hinaus ausstrahlte. Besonders der Festumzug begeisterte die Menschen. Im Nachhinein kann man einschätzen, dass der Ort enger zusammen rückte und man am Engagement der Einwohner spüren konnte, wie stolz sie auf ihren Ort sind und wie sehr sie sich ihm verbunden fühlen.“
Doch damit nicht genug. Besonders stark engagiert sich die LINKE im Ortschaftsrat für die Kinder und Jugendlichen im Ort. „Wir bedauern sehr, dass es die Mittelschule nicht mehr gibt, aber wir bekommen natürlich in Röhrsdorf keine zwei Züge zusammen“, so Siegel. Dafür ist er stolz darauf, dass es gelungen ist (vorerst für das Jahr 2009), den Club 95 zu erhalten. Gemeinsam werden wir alle Anstrengungen unternehmen, den Club 95 dauerhaft zu erhalten. „Wir haben keine Probleme mehr mit extremistischen Ausschreitungen. Vom Kindergarten über den Hort bis hin zum Jugendklub sind die jungen Leute ins Ortsleben eingebunden und viele von ihnen engagieren sich aktiv in verschiedenen Vereinen und bei den Festen, die es in Röhrsdorf gibt. „So wollen sie zum Beispiel auch selber Hand anlegen, wenn es um den Bau einer Mountainbike-Bahn geht oder um den Bolzplatz, der noch keine Drainage hat. „Die Baubürgermeisterin Petra Wesseler hat uns sehr unterstützt, als es um den Bau des Bolzplatzes ging, nun muss auch der letzte Schritt noch getan werden.“
Ein weiterer Schwerpunkt war das leidige Problem der Autobahn A 72. Hans-Joachim Siegel war selbst Mitglied der eigens dafür gegründeten Bürgerinitiative. „Immerhin haben wir es geschafft, dass die Bau- und Schutzmaßnahmen gegenüber dem Ort solide ausgeführt wurden.“ Nun sei kaum noch etwas von dieser Autobahn zu spüren. Leider sind die Bürger, die unmittelbar an der großen Autobahnbrücke wohnen und leben müssen, sehr betroffen. „Dass wir ständig Druck gemacht haben, hat sich ausgezahlt, der Ort hat davon profitiert“, sagt Siegel.
Als Mitglied des Aufsichtsrates der Röhrsdorfer Wohnungsbaufördergesellschaft (RWF) hat er auch mit dazu beigetragen, dass die Genossenschaftswohnungen bezahlbar bleiben. „Gerade für die Rentner und die Hartz IV-Empfänger ist das wichtig.“ Hans-Joachim Siegel, der selbst ein Zugezogener ist, weiß wie gut Neubürger im Ort integriert sind. „Je mehr man sich für den Ort interessiert und sich engagiert, umso schneller geht das.“
Noch zu bearbeiten ist die Hochwasserproblematik im unteren Ortsteil. Bei starkem Regen oder Tauwetter stehen die Häuser regelmäßig im Wasser. Außerdem sei die Wasserschänkenstraße in einem miserablen Zustand, die Abend- und Nachtverbindungen des öffentlichen Personennahverkehrs von und nach Chemnitz seien ebenfalls unbefriedigend, das Problem des Winterdienstes als auch die Sauberkeit auf den öffentlichen Straßen und Wegen ließe sich effektiver und billiger mit ortsansässigen Unternehmen lösen. Es ließen sich noch viele Probleme aufführen, die den Ortschaftsrat auch über die derzeitige Wahlperiode hinaus beschäftigen werden. Aber der nächste will ja auch noch was zu tun haben...