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Rosa-Luxemburg-Stiftung

Rechtsradikalismus und Rassismus in der DDR und die Folgen

Chemnitz, 14. Juni, Dienstag, 19.00 Uhr

Vortrag und Diskussion

Rechtsradikalismus und Rassismus in der DDR und die Folgen***

Mit Dr. Harry Waibel (Historiker)

Eine gemeinsame Veranstaltung der Volkshochschule Chemnitz mit der RLS Sachsen

Veranstaltungssaal dasTietz, Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz

 

Rassismus und Rechtsradikalismus durchziehen die DDR-Geschichte und waren nicht aus dem Westen übertragen worden. Sie entstammten auch nicht sämtlich der deutschen Vergangenheit. Spätestens seit den späten 1970er- Jahren entstehen ein eigener militanter Rechtsradikalismus nazistischer Prägung und ein starker völkischer Nationalismus in der Bevölkerung. Auch die SED-Politik setzte in einem widersprüchlichen Prozess auf solche Karten. Diese Erbschaft wird in das geeinte Deutschland mit gravierenden Folgen eingebracht. Militanz und kulturelle Subversion, nationalistisch-revolutionäre Attitüde und Vermischung mit "jugendkultureller Mimikry" prägen die nächsten zwei Jahrzehnte der deutschen Entwicklung. Heute erheben neovölkische Bewegungen ihre Stimme und beginnen die Demokratie in ihrem Zentrum politisch anzugreifen. Dr. Harry Waibel stellt seine langjährigen Forschungen zum Rassismus in der DDR und den Folgen vor, zeigt Entwicklungslinien, Ereignisse und Radikalisierungsabläufe auf.


Dr. Harry Waibel ist Historiker und Diplompädagoge. Er forscht zu den Ursachen und zum Verlauf von Neo-Faschismus, Rassismus und Antisemitismus in der DDR und veröffentlichte das Standardwerk "Rechtsextremismus in der DDR". Weitere Arbeiten: "Diener vieler Herren - Handbuch ehemaliger NS-Funktionäre in der SBZ/DDR".


In dem Vortrag geht darum, ein unterbelichtetes Kapitel der DDR-Geschichte zu beleuchten ohne undifferenzierte Verallgemeinerungen vorzunehmen.


Beginn:
14. Juni 2016 um 19:00