28. September 2016 Susanne Schaper, Nico Brünler

Vermieter zieht Reißleine - Landtagsbüro der LINKEN gekündigt

Nach gehäuften Anschlägen auf das Abgeordnetenbüro der Landtagsabgeordneten Susanne Schaper  (DIE LINKE) auf dem Sonnenberg hat der Vermieter Casacompact Facility Management GmbH die  Reißleine gezogen. Im Interesse der Mieter des Objektes in Sachen Sicherheit und Ordnung sehen sie sich veranlasst, den Fortbestand zum 31.10.2016 aufzukündigen.

Dazu erklärt Susanne Schaper: „Es ist schade, dass ich das jetzige Bürgerbüro auf dem Sonnenberg aufgeben muss, weil hier ein Rechtsstreit mit dem Vermieter keinen Sinn macht. Wir lassen uns aber nicht verdrängen und werden nach alternativen Lösungen suchen. Gerade auf dem Sonnenberg, wo sich unter enormen sozialen Spannungen rechtes Gedankengut auch immer öfter in Gewalttätigkeiten äußert, ist es wichtig, dass demokratische Kräfte Präsenz zeigen. Jetzt bin ich zunächst auch für die Bürgerinnen und Bürger des Sonnenbergs in unserem Abgeordnetenbüro im Rothaus, Lohstraße 2 in Chemnitz zu erreichen. Unabhängig davon werden ich und DIE LINKE in vielfältiger Weise das kulturelle und politische Leben auf dem Sonnenberg mitgestalten.“

Der Stadtvorsitzende der Chemnitzer LINKEN Nico Brünler ergänzt: „Mit der Entscheidung werden sich leider auch diejenigen gestärkt fühlen, die ihre politischen Ziele nicht mit Argumenten, sondern mit Gewalt, sowohl gegen Einrichtungen, aber auch gegen missliebige Personen durchzusetzen versuchen. Davon ist letztlich nicht nur unsere Abgeordnete betroffen. Es trifft auch regelmäßig Menschen die nicht in das Weltbild alter und neuer Nazis passen und nicht im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Dass diese Strategie der Einschüchterung in Chemnitz nicht aufgeht, sind alle demokratischen Kräfte gefordert. Wir werden unseren Beitrag dazu leisten.“

Kategorien: Abgeordnete, Chemnitz, Pressemitteilungen

Kommentare

Stephan Ortsverband Chemnitz Nord 20.10.2016, 09:04 Uhr
Gravatar: Stephan Ortsverband Chemnitz Nord

Wir sind entsetzt darüber erleben zu müssen, dass es in unserem Land möglich ist, mit Nazi-Symbolen, beleidigenden Ausdrücken, Gewalt gegen Sachen und Sachbeschädigung im größeren Ausmaß Druck auszuüben. Wir vom OV Nord haben gestern Susanne und den Mitarbeitern unsere Hilfe angeboten und hoffen, dass sich noch mehr finden, die Solidarität leben werden.

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