07. November 2016 Nico Brünler

Partnerland China

Für knapp eine Woche war ich gemeinsam mit einer Delegation des Wirtschaftsministeriums und der Wirtschaftsförderung Sachsen in China, einem Land voller Wiedersprüche. Zum einen ein Land mit Turbokapitalismus und gleichzeitig einer regierenden Kommunistischen Partei die Mao Zedong noch immer als Staatsgründer verehrt. Ein Land mit boomende Millionenstädte in denen sich verspiegelte Wolkenkratzer ebenso finden wie traditionelle Wohnquartiere, in dem es aber auch ländliche Gegenden gibt in denen die Zeit stehen geblieben scheint und wo die Menschen nicht viel anders leben als vor 100 Jahren, wobei auch durch diese ursprünglichen Regionen Fernzüge mit fast 300 km/h donnern.

Die ersten beiden Tage unserer-Reise führte uns nach Wuhan, die am Janktsekiang liegende Hauptstadt von Hubei. Diese zentralchinesische Provinz (die etwa so viele Einwohner hat wie Frankreich oder Italien) ist Partnerregion Sachsens. Wir besuchten dort unter anderem den Wuhan BioLake Science Park und das dort ansässige Biotechnologie-Unternehmen. In dem Technologiepark forschen über 20.000 Wissenschaftler an Bio- und Medizinprodukten.

Unser Weg führte uns weiter nach Shanghai. Neben Wirtschaftsgesprächen standen hier ein Gespräch im deutschen Generalkonsulat zur wirtschaftlichen und politischen Lage in China und ein Abendempfang für chinesische Partner auf dem Programm. Ebenso blieb etwas Zeit die faszinierende Weltstadt ein wenig auf eigene Faust zu entdecken.

Die letzte Etappe führte uns mit dem Schnellzug nach Suzhou. Die in Deutschland weitgehend unbekannte Millionenmetropole gehört zu den Zentren der chinesischen High-Tech-Industrie. Hier wurden wir von Oberbürgermeister Qu empfangen, der gleichzeitig um Investoren warb und uns die Grüße der Kommunistischen Partei überbrachte. Ebenso besuchten wir die Niederlassung des Dresdner Spezialmaschinenbauers Xenon, der in Suzhou ein Werk besitzt.

Aus Sicht des Ministeriums und der Wirtschaftsförderung Sachsen konnte sich die Bilanz der Reise sehen lassen. Es wurden vier Verträge in Millionen-Höhe mit chinesischen Investoren abgeschlossen. Gleichzeitig wurden Kontakte sowohl auf wirtschaftlicher, als auch auf politischer Ebene gefestigt. Persönlich habe auch ich in den wenigen Tagen viel gelernt und erfahren!

Kategorien: Abgeordnete, Landtag, Wirtschaft

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