25. November 2014

NEIN zu Gewalt gegen Frauen!

©DIE LINKE

Gewalt an Frauen ist überall!

Gewalt an Frauen ist allgegenwärtig: am Arbeitsplatz, zu Hause, in der
Öffentlichkeit und im Internet. Der im März 2014 veröffentlichte Bericht der
European Union Agency for Fundamental Rights (FRA), einer Erhebung über
direkte Gewalt gegen Frauen in allen EU-Mitgliedstaaten, zeigt das
erschreckende Ausmaß dieser Gewalt.

Ein Drittel der Frauen (62 Millionen) haben seit ihrem 15. Lebensjahr
körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren. Ein Drittel der Frauen haben
in der Kindheit körperliche oder sexuelle Gewalt durch eine/n Erwachsenen
erlebt. Fast ein Viertel der Frauen haben körperliche und/oder sexuelle
Gewalt in der Partnerschaft erlebt. Fast 9 Millionen (fünf Prozent) sind
seit ihrem 15. Lebensjahr vergewaltigt worden. Über 40 Prozent der Frauen
waren oder sind psychischer Gewalt ausgesetzt. Fast jede fünfte Frau hat
seit dem 15. Lebensjahr Stalking erlebt. Zwanzig Prozent der jungen Frauen
sind Opfer von Online-Belästigungen. Über die Hälfte der Frauen haben
sexuelle Belästigungen am Arbeitsplatz erlebt. Fast zwei Drittel der Frauen
haben die schwerwiegendsten Gewaltvorfälle innerhalb einer Partnerschaft
nicht der Polizei oder einer anderen Organisation gemeldet. Hunderttausende
Frauen in Europa sind Handelsware zur sexuellen Ausbeutung; die Auftraggeber werden selten bestraft, die Kunden in den meisten Ländern gar nicht.

Gewalt gegen Frauen ist die allgegenwärtige Waffe des Patriarchats, um
Frauen klein zu machen, zu demütigen, zu unterdrücken. Gewalt gegen Frauen
schließt staatliche Gewalt ein. Und in allen Kriegen, den archaischen wie
den angeblich so modernen Hightech-Kriegen, wird sexualisierte Gewalt als
Mittel der Kriegsführung eingesetzt. Aus aktuellem Anlass verurteilen wir
die verabscheuungswürdigen patriarchalen Verbrechen von Entführung,
Zwangsverheiratung, Vergewaltigung, Verkauf und Versklavung von Frauen durch marodierende Fundamentalisten und IS.

Körperliche, sexuelle und psychische Gewalt gegen Frauen ist eine schwere
Menschenrechtsverletzung. Bedürfnisse und Rechte der Gewaltopfer müssen
endlich in der Realität berücksichtigt werden. Der Bericht zeigt auf, dass
eine groß angelegte Strategie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen
dringend nötig ist. Papier ist geduldig, die Praxis der politischen und
zivilgesellschaftlichen Entscheidungsträger/innen darf es nicht länger sein.

Auch indirekte Gewalt funktioniert jeden Tag. Sie ist das die männliche
Dominanz erhaltende Scharnier für ein System der Ausbeutung von Frauen
weltweit und der Diskriminierung. Doppel- und Dreifachbelastung,
Ungleichbehandlung, unterbezahlte Arbeit, Sexismus, Frauenhandel, Ausschluss
aus maßgebenden politischen und gesellschaftlichen Institutionen und
Organisationen, Ausgrenzung von Flüchtenden und ihren Kindern sind nur die
sichtbarsten Indizien für strukturelle Gewaltverhältnisse und
Frauenverachtung.

Wir müssen es offen aussprechen: Gewalt gegen Frauen ist Krieg – heimlich
und still. Wir wollen eine Entindividualisierung von Gewaltproblemen. Es
liegt in der Verantwortung von Politik und Gesellschaft, Gewalt gegen Frauen
entgegenzutreten. Wir wollen das Recht jeder Frau auf ihre körperliche,
geistige und psychische Unversehrtheit.

Anlässlich des 25. Novembers 2014 sagt das EL-FEM, das Feministische
Netzwerk der Europäischen Linken: Jede von Gewalt betroffene Frau ist eine zu viel!

Kategorien: Soziales, Sachsen, Bundespolitik, Chemnitz, Europa

Kommentare

Torsten Haak 25.11.2014, 15:40 Uhr
Gravatar: Torsten Haak

Das stimmt die Gewalt gegen Frauen und besonders die, die noch Kinder sind muss aufhören zumal ich ich das noch mit eigenen Augen sehe in deutschen Familien und das da wo noch Kinder im Spiel sind und so manches Jugendamt weck schaut so wie das Jugendamt im Erzgebirgskreis zugehörig zur Stadt Annaberg-Buchholz und dann noch die die Kinder einen Gewaltbereiten Vater die Kinder übergibt und das Sorgerecht überlässt das ist schon allein eine große Schande obwohl die wußten das dieser Gewaltbereit ist wie fahrlässig ist denn das ich finde solche müssten erst einen Wesenstest sich unterziehen so wie ein Elternführerschein da wäre das angebracht und danach noch eine ganze Weile vermehrt kontrolliert werden um Gewalt ausschließen zu können drum begrüße ich ihr Thema ganz sehr von ihnen um zu zeigen das daß auch bei uns in Deutschland an der Tagesordnung ist vor allem wenn Kinder im Spiel sind und mit leben

Ergebnisse 1 bis 1 von insgesamt 1

Hinterlassen Sie einen Kommentar