28. April 2015 Nico Brünler

Heute wie vor 125 Jahren: Heraus zum 1. Mai!

Vor 125 Jahren, am 1. Mai 1890, riefen deutsche Gewerkschaften das erste Mal zu Streiks, Demonstrationen und sogenannten „Maispaziergängen“ im Kaiserreich auf. Ungefähr 100.000 Arbeiterinnen und Arbeiter beteiligten sich an diesem Weltfeiertag der Arbeit“, weltweit waren es Millionen. Anlässlich des bevorstehenden Tags der Arbeit erklärt Nico Brünler, Stadtvorsitzender DIE LINKE. Chemnitz:

„Vor 125 Jahren ging es den Arbeiterinnen und Arbeitern ganz konkret um die Einführung des Neun-Stunden-Tages. Auch wenn sie sich mit ihrer Forderung damals nicht durchsetzen konnten: Die Erfahrung der gemeinsamen Aktion im Streik gab den Impuls zur Gründung eines gemeinsamen Dachverbandes und damit einer Vorgängerorganisation des DGB. Der gemeinsame Kampf für gute Arbeit und gutes Leben hat seit dem zu vielen Verbesserungen im Sinne der arbeitenden Menschen geführt.

Doch auch wenn der 1. Mai heute gesetzlicher Feiertag ist: Angesichts der sozialen Verwerfungen in unserer Gesellschaft, angesichts der Zunahme von Leistungsdruck, prekärer Beschäftigung und Niedriglöhnen muss er auch immer der Tag der ganz konkreten Kämpfe für gute Arbeit und ein besseres Leben für alle Menschen bleiben. Deshalb startet DIE LINKE bundesweit und auch vor Ort am 1. Mai ihre Kampagne „Das muss drin sein“. Wir wollen endlich Einkommen, die für ein gutes Leben reichen, gute Arbeitsverhältnisse, die es möglich machen, das Leben selbstbestimmt zu planen, Arbeitszeitverkürzung und eine gerechtere Verteilung der Arbeit und endlich mehr Personal für gute Bildung, Gesundheitsversorgung und Pflege für alle. Das ist nicht zu viel verlangt, Das muss drin sein! Und deshalb gilt heute wie vor 125 Jahren: Heraus zum 1. Mai! Kämpfen wir gemeinsam für ein besseres Leben für alle Menschen.“

Folgende 1. Mai-Veranstaltungen hat DIE LINKE. Chemnitz organisiert bzw. wird sich daran beteiligen:

9.00 Uhr: Kundgebung vor dem Karl-Marx-Monument – Redner*innen: MdL Susanne Schaper, MdL Klaus Bartl, MdL Nico Brünler

anschließend Demonstration zum Neumarkt Zentrale Kundgebung des DGB (Neumarkt, Info-Stände der Gewerkschaften, Parteien und Verbände) Rede des Vorsitzenden der LINKEN Sachsen, Rico Gebhardt gegen 10:30 Uhr

Ab 12 Uhr laden der Stadtverband DIE LINKE. Chemnitz und der ROTHAUS e.V. zur gemeinsamen Mai-Feier ins Rothaus, in die Lohstraße 2, im Chemnitzer Stadtzentrum. Die Chemnitzer Landtagsabgeordneten der LINKEN Susanne Schaper, Klaus Bartl und Nico Brünler werden in kleinen Talk-Runden den Fragen der Gäste Rede und Antwort stehen.

Neben einer Tombola und Politk-Talk wird es musikalisch international. Zu hören sind die beiden syrischen Musiker Mai Alkurdi (Querflöte) und Youssef Bash (Gitarre), die seit einem Jahr in Chemnitz leben und griechische Musik mit Angelo Wangelis. Für den Gaumen gibts Bier vom Fass, Deftiges vom Grill und kubanische Cocktails.

Kategorien: Abgeordnete, Arbeit, Chemnitz, Pressemitteilungen

Kommentare

Rene N. Ex-WASG 02.05.2015, 09:20 Uhr
Gravatar: Rene N.  Ex-WASG

Fragen an vernünftige Linke:

1. Der Multilateralismus ist in der Krise. Den überkommenen internationalen Institutionen, wie IWF, Weltbank und WTO, aber auch den Vereinten Nationen, von den exklusiven Klubs G7 bis G20 gar nicht zu reden, mangelt es nicht nur an Effektivität bei der Lösung globaler Probleme wie Bürgerkriege und Terrorismus und bei der Bereitstellung globaler öffentlicher Güter wie Finanzstabilität oder menschenwürdiger Arbeit. Oft fehlt ihnen auch die notwendige Legitimität, die zur Durchsetzung wirksamer Problemlösungen notwendig ist.

2. Linke aller Couleur befürchten den großen Gegenschlag gegen die Globalisierung in Form von Renationalisierungstendenzen oder gar neue Nationalismen mit zunehmendem Protektionismus, Balkanisierung und Xenophobie. Ist eine Verbindung gleichberechtigter, souveräner Nationalstaaten nicht die humanere Alternative zu EU und Euro?

3. Kann ein „neuer Multilateralismus“, der der Verwirklichung von Menschenrechten und nachhaltiger Entwicklung verpflichtet ist, gegen demokratische Nationalstaaten aufgebaut werden. Oder ist nur beides zugleich möglich und erstrebenswert?

4. Welche Institutionen können Reregulierung und Umbau der globalen Finanzmärkte durchführen? Wie soll dieser Prozess aussehen?

5. Ist TTIP ein imperialistisches Projekt zur Sicherung der Vorherrschaft der transatlantischen Geld-Machteliten, eine Wirtschafts-Nato zugunsten der Superreichen?

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