4. Stadtparteitag der LINKEN Chemnitz
Mit konkreten Aktionen eigenes Profil schärfen

- Hier geht’s rein.

- Und erst mal anmelden.

- Der alte/neue Stadtvorsitzende Nico Brünler bei seiner Rede.

- Die Alten machen Platz. Dank an scheidende Stadtvorständler.
4. Stadtparteitag der LINKEN Chemnitz
Wenn Nico Brünler sagte, dass Wahlen nicht im Wahljahr, sondern in der Zeit zwischen den Wahlen entschieden werden, so stimmt das nicht ganz. Denn die Mehrheit der Bevölkerung wird auf Parteien erst aufmerksam, wenn diese tagtäglich in der Öffentlichkeit präsent sind und vollmundige Versprechungen machen - in Wahljahren eben. Dazwischen ist von den meisten Parteien und ihren Repräsentanten eher wenig zu spüren. Das ist bei der LINKEN nicht anders als bei den anderen. Doch die LINKE hat es besonders schwer, in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden, tun die bürgerlichen Medien doch alles, um Politikangebote der LINKEN totzuschweigen. Dazu ist auch diese Partei, wie alle anderen, zu oft mit sich und ihren eigenen Befindlichkeiten beschäftigt. Erhalt und Ausbau von Macht und Einfluss prägen allzuoft das tägliche politische Geschäft. Auch in der Linken.
Doch das soll endlich anders werden. Nico Brünler dazu auf dem 4. Stadtparteitag der LINKEN: „Die LINKE ist die zweitstärkste politische Kraft im Freistaat. Ist damit alles in Butter? Keineswegs. Wir waren stark, weil die anderen schwach waren. Deshalb brauchen wir einen klar untersetzten Handlungsrahmen für die nächsten Jahre.“ Neben der Unterstützung der politischen Arbeit des Landes- und Bundesverbandes läge die Hauptaufgabe des Chemnitzer Stadtverbandes darin,
die eigenen politischen Ansätze auf die Bedingungen vor Ort anzuwenden. Als wichtige Punkte dabei benannte der Vorsitzende das Stadtentwicklungskonzept, den Ausbau der Kommunalwirtschaft und die Haushaltslage der Stadt. Darüber hinaus gälte es, die Arbeits- und Aktionsfähigkeit der Basistrukturen auszubauen bzw. in einigen Teilen überhaupt wieder herzustellen. „Die innere Verfasstheit der Ortsverbände ist wichtig, um nah an den Menschen zu sein und die Kampagnefähigkeit der Partei zu erhalten. Dabei gibt es ein großes Engagement Einzelner, aber viel zu oft liegt die Arbeit auf viel zu wenigen Schultern.“ Mit Fragebögen werde derzeit das Potenzial der Mitglieder abgefragt, um diese künftig besser als Erfahrungsträger in Sachfragen einbinden zu können. „Jetzt liegt Detailarbeit vor uns. Wir müssen Antworten suchen und finden, wie und mit wem unser Kommunalwahlprogramm umgesetzt werden kann. “ Dazu wolle der Stadtvorstand einen jährlichen politischen Aktionsplan erstellen. „Um unser sozialpolitisches Profil zu schärfen, richten wir im ersten Halbjahr 2010 eine sozialpolitische Konferenz aus, bei der Handlungsspielräume der Kommune im Mittelpunkt stehen.“ Außerdem sollen eigene Stadtteilfeste, verbunden mit öffentlichen Sprechstunden von Mandatsträgern, organisiert und der Zusammenschluss zu größeren, stadtteilbezogenen Ortsverbänden gefördert werden. Auch die AG sollen stärker in Entscheidungsfindung einbezogen werden.(MZ)

- Der neue Stadtvorstand stellt sich vor.
Der neue Stadtvorstand
Vorsitzender Nico Brünler
Stellv. Vorsitzende Jana Hoffmann
Stellv. Vorsitzender Mike Lätzsch
Schatzmeisterin Franziska Wendler
Mitglieder Inge Lechner, Steffi Michalak,
Susanne Schaper, Gerda Uhlmann,
Dagmar Weidauer, Thiemo Kirmse,
Michael Leutert, Thomas Michaelis,
Jan Schulze, Kai Tietze
Delegierte Bundesparteitag
Silke Brewig-Lange, Gabriele Engelhardt, Christine Pastor, Klaus Bartl, Nico Brünler, Michael Leutert
Finanzrevisionskommission
Ulrike Lehnert, Karla Matthes, Ingeburg Wetzel, Rudolf Fickert, Thomas Winde
Schlichtungskommission
Helga Aug, Margot Friedemann, Hannelore Goretzky, Jörg Grosche, Karl Petermann
Vertreter des Stadtverbandes im Landesrat
Susanne Schaper, Dagmar Schumann, Dieter Siegert
Aufgeschnappt:
Monika Mozes: „Die jungen Genossen machten ohne zu
murren, was die alten wollten.“
Verona Schinkitz: „Manchmal ist es gut, dass wir nicht in
der Presse vorkommen.“
Thiemo Kirmse: „Ich habe ihn zwar mit ausgearbeitet (den
vorliegenden Leitantrag. Die Red.), mir ist er aber nicht progressiv
genug.“
Klaus Bartl: „Wir wurden nicht gewählt, um gemeinsam mit
Herrn Nonnen über den Haushalt zu lamentieren.“
Karl-Friedrich Zais: „Was ist das für eine Stadt der Arbeiterklasse,
die einen Heilsarmee-Offizier wählt?“
Miko Runkel: „Jeder denkt zuerst an die Leinenpflicht, wenn
es um mein Dezernat geht.“
Hannelore Goretzky: „ Ich habe gelesen, dass 36 Prozent
der Frauen sich nur für Politik interessieren.“
Kai Tietze: „Ich will mich als Chemnitzer Wittgensdorfer im
Stadtvorstand einbringen.“


Beschlüsse des 1. Parteitages vom November 2007