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15.02.2010 10:45 Alter: 167 Tag(e)

Newsletter des Stadtverbandes DIE LINKE Chemnitz vom Februar 2010

Von: Nico Brünler

Hiermit erhaltet ihr den neuesten Newsletter des Stadtverbandes DIE LINKE Chemnitz, der in unregelmäßigen Abständen über Neuigkeiten aus der Partei informieren soll. Wer den Newsletter in Zukunft nicht weiter erhalten möchte, schickt bitte eine kurze Mail an die Stadtgeschäftsstelle.

(kontakt@dielinke-chemnitz.de)

Nico Brünler Vorsitzender Stadtverband DIE LINKE.Chemnitz

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1) Politaschermittwoch

2) 13. Februar - Danke an alle, die nach Dresden gekommen sind

3) Kein Platz für Nazis - Aufruf für den 05.03. in Chemnitz

4) Veranstaltungshinweis Rosa-Luxemburg-Stiftung

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Zum 14. Polit-Aschermittwoch der LINKEN Chemnitz treffen wir uns am Mittwoch, 17. Februar 2010, 18.00 Uhr, in „Karl`s Brauhaus“ (gegenüber Karl-Marx-Monument) Als Redner mit spitzer Zunge konnten wir erneut den Fraktionsvorsitzenden im Sächsischen Landtag, Dr. Andrè Hahn, sowie Politikerinnen und Politiker aus Stadt und Land gewinnen. Für die kulturelle Umrahmung sorgen Ellen Schaller vom Chemnitzer Kabarett und die Tangerine Swing Band aus Chemnitz. (Unkostenbeitrag 4,99 Euro, sozial 1,99 Euro) Kartenbestellung bitte telefonisch unter 0371-56 19 060 oder per Mail: kontakt@dielinke-chemnitz.de

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13. Februar - Danke an alle, die nach Dresden gekommen sind!! Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die am 13. Februar nach Dresden gekommen sind, um den alljährlichen Aufmarsch der Nazis zu verhindern. Jedes Jahr aufs Neue missbrauchen die Nazis den 13. Februar in Dresden für unverblümten Geschichtsrevisionismus und um den europaweit größten Aufmarsch der Nationalisten zu initiieren. Dieses Jahr ist dies erstmals nicht gelungen - die Nazis konnten nicht durch die Stadt ziehen. Dies ist vorallem dem mutigen und beharrlichen Engagement vieler mutiger BürgerInnen zu verdanken, die dem Aufruf des Bündnisses "Dresden nazifrei" gefolgt sind und sich an den Blockaden rund um den Bahnhof Neustadt und der Marienbrücke über viele Stunden hinweg den Nazi entgegengestellt haben. Von ca. 9 Uhr morgens bis 18 Uhr abends waren weit über 10.000 Menschen an den Blockaden beteiligt. Die Menschenkette der Oberbürgermeisterin in der Dresdner Altstadt, die in der Zeit von 13 Uhr bis 14:30 Uhr stattgefunden hat, stellte sicher, dass auch in der Dresdner Altstadt kein Zentimeter für Nazis vorhanden ist. Auch die Blockaden auf der Neustädter Seite verliefen entgegen der Medienberichte friedlich. Die "Fraktionssitzung unter (nazi-)freiem Himmel" der Linksfraktionen der Landtagsfraktionen aus Thüringen, Hessen und Sachsen sowie der Bundestagsfraktion an der Blockade Großenhainer / Hansastr. war ein voller Erfolg, eine einmalige Idee und trug zur Deeskaltion am Blockadepunkt bei.

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Kein Platz für Nazis Deutschland hat den Zweiten Weltkrieg begonnen. Dabei wurden europäische Städte wie Coventry, Rotterdam, Warschau und Leningrad zerstört. In Reaktion darauf wurden deutsche Städte von den Alliierten bombardiert, wie zum Beispiel Chemnitz in der Nacht vom 05.03.1945. Das Bombardement, dem beispiellose Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands an anderen Menschen vorausgegangen waren, forderte zahlreiche Tote und prägte nachhaltig das Bild unserer Stadt. Am Ende der alliierten Einsätze stand im Mai 1945 die Befreiung der Menschen vom Nationalsozialismus. Lassen Sie nicht zu, dass Nazis der Bombardierung gedenken, um ihre menschenverachtenden Ideologien zu verbreiten. Wir fordern die Menschen in unserer Stadt auf, an diesem Tag gegen Krieg und Menschenverachtung einzutreten und ein friedliches, tolerantes sowie weltoffenes Chemnitz zu repräsentieren. Chemnitzer Bündnis für Frieden und Toleranz – kein Platz für Nazis

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Die Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen lädt ein: 16. Februar 2010, Dienstag, 19.00 Uhr »Besser die Hände gefesselt, als der Wille« Das Vermächtnis des Kriegsdienstverweigerers Franz Jägerstätter Ein Hörbild von Klaus Ihlau Veranstalter: Stadt Chemnitz, Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen, Regionalbüro Chemnitz und VVN/BdA Chemnitz Kulturkaufhaus DAStietz, Veranstaltungssaal, Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz Franz Jägerstätter war ein österreichischer Landwirt und Kriegsdienstverweigerer im Zweiten Weltkrieg. Infolge seiner negativen Erfahrungen beim Militär, den Kenntnissen vom Euthanasieprogramm der Nazis und der Verfolgung, der Kirche im Dritten Reich verfestigte sich sein Entschluss -- entgegen des Zuredens seiner Mutter, mehrerer Verwandter und befreundeter Priester, nicht zum Militär einzurücken. Öffentli

ch erklärte er, dass er nicht gegen sein religiöses Gewissen für den nationalsozialistischen Staat kämpfen könne. Nachdem er ins Zuchthaus verbracht wurde und seine Wehrdienstverweigerung nicht widerrief, wurde er am 9. August 1943 in das Zuchthaus Brandenburg an der Havel gebracht und dort um 16.00 Uhr durch das Fallbeil hingerichtet. Klaus Ihlau hat aus seinem gleichnamigen preisgekrönten Feature einen Fotofilm gemacht, den er selber vorführen wird. Er ist freier Hörfunkreporter und Journalist und wurde mehrfach für seine Features ausgezeichnet.

---------- Weitere Veranstaltung im Begleitprogramm zu Ausstellung im Rathaus Chemnitz Wer waren die 999er ? Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Geschichte und das Schicksal der im faschistischen Deutschland im II. Weltkrieg gebildeten und eingesetzten Strafeinheiten. Ergänzt wird die Ausstellung durch Sachzeugnisse und Fakten über 999er aus der Region Chemnitz/ Erzgebirge. Die Ausstellung ist bis zum 26. Februar 2010 geöffnet. 23. Februar, Dienstag, 19.00 Uhr Vortrag und Diskussion Das 999er Straf-Bataillon Mit Dr. Hans Peter Klausch TIETZ, Veranstaltungssaal, Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz Abgeschoben in die 999er Einheiten wurden Kriminelle, aber auch Regimegegner und Regimekritiker, kommunistische Spanienkämpfer und Zeugen Jehovas, Sozialisten und Sozialdemokraten, Mitglieder der konservativen österreichischen »Vaterländischen Front« oder, vereinzelt, oppositionelle Nationalsozialisten, beispielsweise Anhänger der »Schwarzen Front« des Hitler-Gegners Otto Strasser. Im Strafbataillon 999 trieben viele politische Soldaten gezielte Sabotage gegen das Hitler- Regime. Der Großteil dieser rund 8000 politischen 999er gehörte zur Linken, die Hälfte war kommunistisch. Wolfgang Abendroth zum Beispiel, der Jurist und Politikwissenschaftler, der Bildhauer Fritz Nolde, der Komponist Kurt Schwaen und der frühere Reichstagsabgeordnete Wilhelm Agatz aus Essen taten Dienst im »Bewährungsbataillon«. Der Historiker Dr. Hans-Peter Klausch (Jahrgang 1954) studierte Politikwissenschaft, Germanistik und Geschichte an der Universität Oldenburg. Von Hans-Peter Klausch liegen zahlreiche Veröffentlichungen zu Widerstand und Verfolgung während der NS-Zeit und zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs vor.