Interessengemeinschaft Frieden - Gerechtigkeit - Solidarität im Stadtverband DieLInke Chemnitz

Mitglied im Europäischen Friedensforum - Deutsche Sektion
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DieLinke Stadtvorstand
IG Frieden - Gerechtigkeit - Solidarität
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09126 Chemnitz
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dietersiegert@web.de
Online-Petition "Aussöhnung und Gerechtigkeit"!
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,
in einer Gemeinsamen Erklärung appellieren 21 Opferorganisationen aus 4
Ländern an die Deutsche Bahn AG.
Das Nachfolgeunternehmen der "Reichsbahn" wird aufgefordert, die letzten
Überlebenden der NS-Massendeportationen endlich angemessen zu
unterstützen. Etwa 3 Millionen Menschen transportierte die "Deutsche
Reichsbahn" in die Lager. Nur wenige kehrten zurück. Oft verbringen sie
ihre letzten Tage unter schwierigen sozialen Bedingungen.
Die Bundesregierung weist den Appell zurück und behauptet, die DB AG sei
zu nichts verpflichtet.
Wir bitten Sie, die Opfer zu unterstützen. Bitte zeichnen und verbreiten
Sie die online-Petition "Aussöhnung und Gerechtigkeit"!
Mit herzlichen Dank
Zug der Erinnerung e.V.
Hans-Rüdiger Minow
Vorstandssprecher
Nachfolgend der Text der gemeinsamen Erklärung:
Gemeinsame Erklärungder internationalen und nationalen Organisationen
der ehemaligen NS-Opfer
(Warschauer Erklärung)Vor 65 Jahren kapitulierte Nazi-Deutschland.
Integraler Bestandteil des NS-Zwangsregimes war die "Deutsche
Reichsbahn". Sie verschleppte Millionen Menschen aus ganz Europa in den
Tod oder in ein Sklavendasein. Ohne die "Deutsche Reichsbahn" und ihre
Massentransporte wären die Morde, die Ausbeutung und die unmenschlichen
Leiden der Opfer unmöglich gewesen. Die Wagen der "Deutschen Reichsbahn"
wurden für Hunderttausende zu rollenden Särgen.Wir sind Überlebende
dieser Todestransporte. Für unseren Weg in Vertreibung, Gefangenschaft
und Vernichtung hat die "Deutsche Reichsbahn" Kilometer für Kilometer
Gebühren erhoben. An den Massenverbrechen hat sie sich bereichert.Auch
65 Jahre danach ist die Verbrechensbeihilfe der "Deutschen Reichsbahn"
nicht abgegolten. Eine angemessene Ehrung der Millionen, die von den
Transporten mit der "Deutschen Reichsbahn" nicht zurückkehrten, wäre
längst an der Zeit gewesen. Den bedürftigen Überlebenden zu helfen,
sollte selbstverständlich sein.In diesem Jahr feiern die
"Reichsbahn"-Erben ihr 175. Jubiläum. Es ist höchste Zeit, dass sie sich
der eigenen Geschichte stellen. Die historischen Nachfolger der
"Deutschen Reichsbahn" müssen ihrer moralischen und finanziellen Pflicht
endlich nachkommen.Wir appellieren an die deutsche und internationale
Öffentlichkeit, sich an die Seite der Überlebenden zu stellen und für
Aussöhnung und Gerechtigkeit einzutreten.Warschau, den 26. März
2010Weißrussland:Nina A. Lycz, Weißrussische Vereinigung ehemaliger
Minderjähriger NS-HäftlingeMichail A. Treister, Weißrussische
Gesellschaftliche Organisation der Juden -- Ghetto- und
NS-KonzentrationslagerhäftlingeElwina Siemakowa, Weißrussische
Gesellschaftliche Organisation der "Ostarbeiter" Aleksanda W. Borisowa,
Weißrussische Vereinigung ehemaliger Häftlinge Deutscher
Konzentrationslager und Antifaschistischer Widerstandskämpfer während
des KriegesPolen:Józef Sowa, Vereinigung der durch das Dritte Reich
Geschädigten PolenStanislaw Zalewski, Polnischer Verband ehemaliger
Politischer Häftlinge der NS-Gefängnisse und KonzentrationslagerTomasz
Miedzinski, Vereinigung der Jüdischen Kombattanten und Geschädigten im
Zweiten WeltkriegCzeslaw Cywinski, Weltverband der Soldaten der
HeimatarmeeEdmund Baranowski, Verband der Warschauer
AufständischenDionizy Smyk, Rat der Kombattanten und Verfolgten in
Kleinpolen, Polnischer Verband der Soldaten der Bauernbataillone,
Abteilung in KrakowBenedykt Wietrzykowski, Vereinigung der
Ausgesiedelten aus GdyniaZdzislaw Rakoczy, Vereinigung der ehemaligen
Polnischen Politischer Häftlinge, Abteilung in Kleinpolen, KrakauEdward
Szczesniak, Vereinigung der "Grauen Reihen" [konspirative
Pfadfinderbewegung] in WarschauJerzy J. Kowalewski, Gesellschaft zur
Pflege des Andenkens an Auschwitz, Abteilung in WarschauRoman
Kwiatkowski, Vereinigung der Sinti und Roma in PolenWlodzimierz
Woloszynski, Vereinigung der Kriegskinder in PolenRussland:Nikolai A.
Makhutow, Internationaler Verband der minderjährigen NS-OpferNikolai
Dorozynski, Russischer Verband der minderjährigen NS-Häftlinge
Ukraine:Markian D. Demidow, Ukrainischer Verband der Häftlinge -- Opfer
des NazismusDr. Boris Zabarko, Ukrainischer Verband der Juden --
ehemaliger Ghetto- und NS-KonzentrationslagerhäftlingeWitalij
Kaczanowski, Organisation der Antifaschistischen Widerstandsbewegung
Unterzeichnen könnt Ihr hier: zug-der-erinnerung.eu/AuG.php
Aktuelle Informationen
Teilnahme am 05.03.2010 in Chemnitz
Was will die IG?
Planung und Durchführung von Veranstaltungen zum Friedenspolitischen-, Gerechtigkeits- und Solidaritätsgedanken
Eigenständige Pressearbeit zu folgenden Themen:
Frieden
Förderung der Zusammenarbeit mit Friedensinitiativen in Chemnitz, auf Landes- und Bundesebene
Entwicklung der Zusammenarbeit im Rahmen der Gruppenmitgliedschaft in der deutschen Sektion im Europäischen Friedensforum (epf)
Gerechtigkeit
weiterführung der Zusammenarbeit mit Vereinen und Initiativen im Rahmen der bisher geleisteten Arbeit, insbesondere mit:
- der Gesellschaft für Bürgerrechte und Menschenwürde e.V. (GBM),
- der Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung e.V. (GRH) und
- der Initiativgemeinschaft zum Schutz der sozialen Rechte ehemaliger Angehöriger der bewaffneten Organe und der Zollverwaltung der DDR e.V. (ISOR),
Solidarität
Weitere Zusammenarbeit mit dem Arbeitsausschuss des Solidaritätskomitee für die Opfer der politischen Verfolgung in Deutschland

Gesellschaftz zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde